Unsere Ziele

Wir schneiden Ziele auf das Kind und den Jugendlichen zu! 

Denn Ziele sind sehr individuell. Sie sind auch alters- und entwicklungsabhängig. Ziele sind dynamisch und nicht statisch zu begreifen, denn Situationen können sich ändern.

Es gibt kleine und große Ziele. Dabei ist es hilfreich für das Kind, wenn Ziele möglichst überschaubar, realistisch und machbar sind. Sie dürfen nicht dauerhaft überfordernd oder unterfordernd sein. Wir ermutigen Kinder deshalb zu Etappenzielen, die für sie greifbarer sind.

Es gibt Ziele, die das Kind nur für sich allein haben möchte, Ziele, die es gemeinsam mit uns erreichen möchte und Ziele, die wir als Einrichtung zum Wohle des Kindes und seiner Persönlichkeitsentwicklung verfolgen.

Manche Ziele  müssen daher miteinander abgestimmt sein. Aus diesem Grund binden wir das Kind gut in die Ziele mit ein, denn sie dürfen nicht entmündigend oder de-aktivierend wirken. Das Kind darf seine Bedürfnisse, Wünsche und Ziele äußern und aktiv an der Erreichung der Ziele mitwirken. Es soll Mitverantwortung übernehmen. Dies ist in unseren Augen die beste Hilfe zur Selbsthilfe.

Es gibt auch Ziele die definiert und festgeschrieben werden. Diese definierten Ziele können in die Hilfeplanung und Erziehungsplanung mit einbezogen werden. So werden sie für das Kind messbar und zum Erfolgserlebnis.



Als Hilfeeinrichtung für Kinder- und Jugendlichen, sehen wir unsere Ziele und Aufgabe in der fördernden und unterstützenden heilpädagogischen und therapeutischen Begleitung der uns anvertrauten Kinder.

Letztendlich müssen wir deshalb die großen übergeordneten Ziele im Auge behalten. Bei allen Zielen geht es uns letztendlich darum, das Kind in seiner Persönlichkeitsentwicklung so zu stärken, dass es seine Lebensaufgaben leichter bewältigen kann und immer eigenständiger und selbstbestimmter leben kann.  
Daraus ergeben sich folgende kurz formulierte Ziele, die wir hier aus Darstellungsgründen in einen emotionalen, sozialen, kognitiven, körperlichen, lebenspraktischen und familienstützenden Bereich unterteilen. Ganzheitlich gesehen, greifen diese Bereiche ineinander und sind in unserer praktischen Arbeit nicht strikt trennbar.
Ziele im emotionalen Bereich:
 
  • Lernen des Umgangs mit eigenen Gefühlen und Entwicklung einer emotionalen Stabilität
  • Entwicklung eines positiven Selbst­bilds (Selbst­wert­gefühl, Selbs­tver­trauen, Selbst­bewusst­sein, Selbst­wirk­sam­keit, Gefühl des An­ge­nommen­seins)
  • Entwicklung der eigenen Identität
  • Aufarbeitung traumatischer Erlebnisse und ungelöster Konflikte
  • Förderung des Wohlbefindens (Ver­trauen, Auf­bau einer lebens­be­jahenden Grund­ein­stellung, Ver­mitt­lung eines posi­tiven Welt- und Menschen­bilds)
  • Förderung und Sta­bili­sierung der Persönlichkeits­entwicklung
Ziele im sozialen Bereich:
 
  • Entwicklung der Bindungs- und Beziehungsfähigkeit (Fähigkeit Beziehungen aufzubauen und auf Beziehungs­angebote einzugehen, angemessenes Nähe-/­Distanz­verhalten, Ver­trauens­bereit­schaft)
  • Aufbau der Empathiefähigkeit (Lernen des Wahrnehmens, Differenzierens und Umgangs mit eigenen und fremden Gefühlen, Sensibilität für zwischen­mensch­liche Probleme)
  • Entwicklung des Ge­mein­schafts­sinns (sinn­volles Ein­bringen in die Gesell­schaft, ethische und werte­orientierte Denk­weise, Ver­ant­wortungs­bewusst­sein, Hilfs- und Kooperations­bereitschaft, Kritik- und Konfliktfähigkeit, Toleranz, Anpassungsfähigkeit an gesellschaftliche Regeln, Fähigkeit sich ein unterstützendes Netz aufzubauen)
Ziele im kognitiven Bereich:
 
  • Aufbau der schulischen Kompetenzen mit dem Ziel der Erreichung eines adäquaten Bildungsabschlusses
  • Entwicklung der Lern- und Gedächtnis­fähigkeit
  • Förderung der  Wahr­nehmungs­fähigkeit
  • Verbesserung der Merkfähigkeit
  • Förderung der Kommuni­kations­fähigkeit
  • Abbau von Kon­zen­trations­schwächen
  • Aufbau der Kreativität und Problem­lösungs­kompetenz
  • Entwicklung von Urteilungs­fähigkeit, die den Entscheidungs­prozess beinhaltet
Ziele im körperlichen Bereich:
 
  • Förderung des leiblichen Wohls
  • Aufbau eines positiven Körperkonzepts
  • Förderung des Hygiene­bewusstseins
  • Förderung der Fein- und Grobmotorik
  • Vermittlung eines gesundheits­bewussten Ess­ver­haltens
  • Förderung der Gesund­heit und des Gesundheits­bewusst­seins
Ziele im lebenspraktischen Bereich:
 
  • Hinführung zu selbständiger Bewältigung lebens­praktischer An­forderungen
  • Realitäts­anpassung (realistische Selbst­ein­schätzung und Ein­schätzung äußerer Umstände, realistische Zukunftserwartung und -planung)
  • Stärkung des Selbsthilfepotentials (Eigenaktivität, Eigen­ver­ant­wort­lich­keit, Selbst­ständig­keit, Selbst­steuerung, Handlungs­kompetenz, alltags­praktische Kompetenzen, Leistungs-/­Anstrengungs­bereitschaft, Durch­halte­vermögen, Flexi­bilität, Struktur)
  • Bildung (Schul­abschluss, Ausbildungs­platz etc.) 
Familienunterstützende Ziele:
 
  • Elternarbeit
  • Vorübergehende Entlastung der Familie in der Erziehungsverantwortung
  • Stabilisierung des Familiensystems
  • Erziehungshilfe und Erarbeitung von Erziehungskompetenzen
  • Stärkung des Selbsthilfepotentials der Bezugspersonen
  • Aufbau der Beziehung zwischen Eltern und Kind
  • Stärkung der Familienidentität
  • Ressourcenorientierte  Biographiearbeit